Kult und Motorsport in Romanshorn

In der Autobau-Erlebniswelt sind 120 Exponate ausgestellt. Vor allem sind es Fahrzeuge, welche nach 1940 gebaut worden sind. Begründer ist Fredy Lienhard, der einige Rennen gefahren ist und mit seiner Sammlung das Museum begründete. Weitere Fahrzeuge stiftete Clay Regazzoni, der erfolgreichste Schweizer Rennfahrer. 

Die Ausstellung befindet sich in drei Hallen. Bei einer Führung erfahren die Besucher, Hintergründe zu den ausgestellten Fahrzeuge. Wertvolle Informationen vermittelt der Reiseführer zur Geschichte des Automuseums. 

Weitere Attraktionen des Museums sind ein Simulator, wo Rennen gefahren werden. Es ist schwieriger, als gedacht. Weiter im Programm: ein Geschicklichkeitsfahren mit einem Rollenfahrzeug oder Schüsselfahrzeug. Beim Rollenfahrzeug ist das Heck auf 4 kleinen Rollen aufgebockt. Beim Geschicklichkeitsfahren muss der Tennisball in der Schüssel bleiben, die auf der Haube montiert ist. 

Etwa sechsmal pro Jahr findet ein Rollout statt. Ein Auto wird ausführlich vorgestellt und auf dem Rundkurs gefahren. Fotografieren und Filmen durch Carspotter und Besucher ist ausdrücklich erwünscht.

Damit es bei den Autos keine Standschäden gibt, werden die immer wieder mal ausgefahren. Bewerben Sie sich für eine solche Ausfahrt bei der Autobau Erlebniswelt. 

Gerne organisiert die Autobau-Erlebniswelt Events oder Familienfeste, umgeben von tollen Autos. Die Autobau-Erlebniswelt kann auch gut mit der Bahn oder dem Schiff angesteuert werden, Bahnhof und Hafen sind nur wenige Minuten entfernt.

Autobau-Erlebniswelt
Egnacherweg 7
CH-8590 Romanshorn

+41 71 466 00 66
info@autobau.ch
autobau.ch

Bei unserem Besuch haben wir zwei Eintrittsgutscheine erhalten, wir geben diese gerne an unsere Leser weiter. Gerne freuen wir uns auf Ihre Eindrücke.

Saurer Museum in Arbon

Arbon kann mit dem Textilmaschinen- und Lastwagenhersteller Saurer stolze Industriegeschichte vorweisen. Bürger haben mit dem Verein Oldtimer Club Saurer ein Museum gegründet. Einerseits die Ausstellung am See, andererseits ein Depot mit vielen Zeitzeugen. Die Aktiven setzten sich mit Begeisterung und ehrenamtlich für die Pflege der Geschichte ein. Hier wird grossartige unternehmerische Leistung gewürdigt.

Als ich zum Museum spazierte, stand ich vor einer Bar mit einem einladenden Saurer Bus, ich fühlte mich, wie in der Karibik. Dort löste ich das Ticket und spazierte durch den Eingangsbereich. Saurer stellt sowohl Textilmaschinen, als auch Fahrzeuge aus.

Für die Webseite Autoreisen interessierten mich vor allen die Lastwagen und die Geschichte. Früher sind Saurer in der Schweiz oft auf den Strassen unterwegs gewesen, als Postbus oder Feuerwehrauto eingesetzt.

Ein wichtiges Standbein für Saurer ist die Herstellung von Textilmaschinen gewesen. Mitarbeiter führen die Stickereimaschinen vor und es entstehen wunderbare Arbeiten, womit sich viele Bürger Stickereien leisten konnten.

Ich hatte über den Niedergang der Textilindustrie gesprochen. Die Mitarbeiter haben Beziehungen nach Plauen, eine ehemalige Hochburg der Stickerei im sächsichen Vogtland. In der Nähe bin ich aufgewachsen und ich hatte nachgeschaut, was aus der ehemaligen Textilhochschule Münchberg wurde. Es hat nur noch wenige Abgänger. Doch was wird, wenn wir alles billigst im Ausland produzieren?

Das Saurer Museum Depot beherbergt viele schöne Fahrzeuge und Maschinen, die im Museum keinen Platz finden. Auf Anfrage kann es ebenso besucht werden.

Saurer Museum am See
Weitegasse 8

Saurer Museum Depot
WerkZwei, Presswerk hinter Bahnhof

saurermuseum.ch

Auskunft und Anmeldung

Arbon Tourismus
Schmiedgasse 5
CH-9320 Arbon

+41 71 440 13 80
info@arbontourismus.ch
arbontourismus.ch

Oldtimer Traumland Kuba

In Kuba finden sich viele Oldtimer aus den 50er Jahren. Nach der Revolution wurden wenige Autos importiert. Die Kubaner schafften es die Oldtimer zu erhalten und Ersatzteile nachzubauen. Davon gibt es 50000 in Privatbesitz, die meisten in Havanna.

Heute sind die Autos in Kuba eine Touristenattraktion. Sie können dort für Ausflüge gemietet werden.

Informationen dazu auf der Webseite von Kubareisen.
Ausflüge mit Oldtimer

Rasen bitte auf Rennstrecken

Wer gegen Raserei wettet, schafft sich viele Feinde. Schnell fahren gilt als Zeichen der Freiheit, gegen Bevormundung. Die grosse Gefahr auf das Leben vor allem schwächerer Verkehrsteilnehmer wird unterschätzt.

Neben der Sicherheit, ist der Lärmpegel bei niedrigen Geschwindigkeiten deutlich tiefer. Ich muss oft sehen, dass an Schulen nicht mit Schritttempo vorbeigefahren wird, wenn nach Schulschluss die Kinder aus den Klassenzimmern stürmen. In Wohnquartieren wird gerne Tempo 30 ignoriert. Dabei ist das eine Geschwindigkeit, die Gleichberechtigung schafft.

Das Auto ist nur wenig schneller als das Fahrrad und der Fussgänger kann sicherer die Strasse überqueren.

In den Städten kann die Geschwindigkeit reduziert werden. Sie gibt uns mehr Freiheit. Gegen Raser ist strikt vorzugehen, der Führerscheinentzug für ein paar Monate das wirksamste Mittel. So lernen die Fahrer, dass es auch ohne Auto möglich ist mobil zu sein.

Zum Thema Raser habe ich ein Lied verfasst. Ich sehe oft in Tempo 30 Zonen, dass zu schnell gefahren wird und die Geduld fehlt.
Raser

Die Ente, Kultauto für die 68er Jugend

Die 70er Jahre standen im Zeichen der Mobilität. Es bedeutete Freiheit und jeder wollte schon in jungen Jahren ein Auto besitzen. Beliebt sind Kleinwägen gewesen. Sie erfüllten den Zweck von A nach B zu kommen.

Der Citroen 2 CV, genannt die Ente ein Auto, welches die Landbevölkerung in Frankreich gefahren ist, hat sich schnell als Kultauto durchgesetzt. Einerseits ist es die originelle Form gewesen, andererseits das Faltdach. Damit wurde der französische Kleinwagen zum Kultauto.

Die PS Ausstattung hätte besser sein können. Die Ente krabbelte die Berge hoch und behinderte manchen LKW. Doch jeder Bergaufstieg ist mal beendet und die Fahrer hatten Spass und organisierten sich in Vereinen.

Trabi, das Kultauto der DDR

Das sozialistische Deutschland ist Geschichte. Dort hatten viele Bürger zumindest einen Trabant, genannt Trabi, der in Zwickau gebaut wurde. Weil das Blech knapp gewesen ist, wurde Kunststoff eingesetzt.

Die Menschen schätzten die Mobilität und pflegten den Trabant. Einige wenige Bürger haben einen Lada oder einen Wartburg gefahren. Einen Kultstatus hat der Lada in Russland erreicht, in der DDR ist es der Trabi gewesen.

Als die Grenzen aufgegangen sind, habe ich die vielen Trabis gesehen, kurze Zeit danach haben sich viele Trabant Besitzer für einen Gebrauchtwagen aus Westdeutschland entschieden.

Aus der Trabbifertigung ist das VW Werk in Zwickau entstanden und es hat einige Filme gegeben, die die Ostalgie pflegen. Zum Beispiel die Komödie «Trabbi goes to Hollywood»:

Autoparkplätze in Zentren aufheben?

Die Parkplätze in Zentren benötigen viel Platz. Sie werden immer mehr in die Tiefgaragen verbannt. Doch die Autofahrer parken ihr Auto lieber auf der Strasse, direkt vor dem Geschäft oder Restaurant. Was schadet es ein paar Meter zu laufen?

Auf der BUGA in Erfurt hatte ich folgende Informationen gelesen. Auf einem Autoparkplatz können 10 Fahrräder abgestellt werden oder 12 Personen sich setzen. Das stärkt eine Stadt. Wenn die Leute mehr Fahrrad fahren gibt es mehr Raum für Autos, die unbedingt einen Parkplatz und sollten wir nicht beginnen uns als Menschen uns mehr zu begegnen.

München hat wenig Sitzgelegenheiten im Zentrum. Das ist Begegnungsraum, den wir verschenken.

Ich habe ein Lied zu dem Thema verfasst.
Parkplatz

Automuseum Le Manège Môtiers

Zwanzig seltene Autos werden in der Manège in Môtiers präsentiert.  Die Sammlung gehört der Fondation Burkhardt und zeigt perfekt restaurierte Oldtimer, die allesamt fahrbereit sind. Gerhardt Burkhardt hat die Sammlung in Australien begonnen und weltweit die Oldtimer gesucht. Später bis ins kleinste Detail liebevoll restaurieren lassen. Das älteste Auto vom Val de Travers von 1897 ist das einzige Leihmodell. 

Es sind vor allem seltene Fahrzeuge, ein Silver Ghost oder Phantom von Rolls Royce, die Modelle, die in Môtiers stehen, wurden selten gebaut. Das gleiche gilt für Fahrzeuge von Cord und für den Bugatti, der fast ausschliesslich aus Originalteilen besteht. 

Im Museum werden Motoren gezeigt, die Ausstellung ist angereichert mit Plakaten und Hinweisen zu den Fahrzeugen. Eine Besichtigung ist von Mai bis Dezember nach Vereinbarung möglich. Angesprochen sind Autoenthusiasten.  

Hier ein Video, welches zeigt, wie ein Differentialgetriebe arbeitet

Der Besuch kann mit einem Apéro ergänzt werden.

Automobilmuseum Le Manège
Schloss Ivernois
Grand Rue 7
CH-2112 Môtiers

+41 32 861 35 10
fondation-bf@bluewin.ch
fondation-bf.ch

Porsche Renngeschichte hautnah

In einem futuristischen Bau beim Porsche Werk in Stuttgart Zuffenhausen lockt ein Museum Rennautofans. Denn dort sind viele erfolgreiche Porsche ausgestellt, welche die Rallyes bestimmt haben, vor allem die von Le Mans. 

Das moderne Gebäude ist lichtdurchflutet und vor allem stehen dort Autos. Es gibt ein wenig Motorengeschichte, ein paar Animationen. Doch vor allem werden Porsches gezeigt. Im Gebäude ist eine Werkstatt, die noch heute die Rallyeautos vorbereitet. 

Bei einer Führung werden die Autos geöffnet, ein Blick ins Innere wird erhascht. Es steht dort der Millionste Porsche, ein Polizeiauto und viele Legenden. Die wichtigste Rennauszeichnung ist kein Pokal, sondern eine Fahne, beim Rallyefahrer steht oft die Blutgruppe daneben oder der 901 wurde ganz wenig gebaut, Peugoet gewann den Namensstreit. 

Porsche ist ein genialer Autobauer gewesen. Er hat sich am Nationalsozialismus beteiligt, um Autos zu bauen und das Unternehmen zu erhalten. So war er ein Mitläufer, auch Mitglieder der SS, hatte aber nie richtig sich zur Ideologie bekannt. 

Zwei Stunden dauert es mindestens sich alle Autos mal anzuschauen, die Animationen mit Gaspedal machen Spass. Die Zeit im Museum ist kurzweilig. Ein Unternehmen im Porsche Museum verleiht Porsche zum Fahren. Kunden kommen dafür aus der ganzen Welt. Wer damit auf den Autobahnen dann die 200 Marke knackt ist ein Geheimnis.

Porsche Museum
Porscheplatz
D-70435 Stuttgart Zuffenhausen

+49 711 911 20 911
info.museum@porsche.de
www.porsche.de/museum

Die Erfindung des Autos im Mercedes Benz Museum

Gleich neben der Konzernzentrale in Untertürkheim hat Mercedes ein phänomenales Automuseum geschaffen. Es zeigt die Geschichte des Automobils und die Vielfalt an Fahrzeugen, die Mercedes produziert hat. Ursprünglich hatte Carl Benz das Auto erfunden, mit Gottlieb Daimler ein Unternehmen aufgebaut.

Doch der bekannte Namen rührt von der Tochter eines Händlers in Wien, Emil Jellinek. Er hat aktiv an Rennen teilgenommen und sich als Mercedes angemeldet. Zuerst nannte Daimler Benz eine Wagenreihe so, später das ganze Unternehmen. Das Unternehmen schrieb und schreibt noch immer Automobilgeschichte. 

Ein sehr schöne Diplomarbeit über die Geschichte am Beispiel von Oesterreich hat Jutta Czabaun verfasst, die hier herunter geladen werden kann

Nun zum Museum. Mit einem Fahrstuhl geht es in die oberste Etage. Dort steht ein Nachbau des ersten Autos in der Geschichte, sieht aus wie eine Kutsche. Der Weg geht nach unten, die Zeitgeschichte des Automobilbaus wird lebendig dokumentiert. Grosszügig sind luxuriöse Oldtimer ausgestellt.

Weiter geht die Reise durch die Nutzfahrzeuge mit dem Mannschaftsbus zur WM1974, die Deutschland gewonnen hat.  Auch eine mobile Poststelle ist zu sehen und viele andere Helfer für den Alltag

Als Sonderausstellung wurde die G-Klasse gezeigt. Das sind Expeditionsfahrzeuge die offroad gut unterwegs. Auch das Papamobile basiert auf dieser Modellreihe. Mercedes ist seit vielen Jahrzehnten der Ausstatter von Fahrzeugen für den Vatikan.

Schliesslich finden sich die vielen Rennautos auf einer Rennbahn. Mercedes hat viele Preise gewonnen, legendär sind die Silberpfeile gewesen. 

Ein Ausstellungsbereich widmet sich den Initiativen der Zukunft, neue Antriebstechniken, Emissionsfreiheit, mehr Sicherheit, autonomes Fahren und Designideen. 

Im Untergeschoss befindet sich ein grosszügiger Museumsladen. Das beliebteste Geschenk sind Modellautos. In einem Restaurant gibt es feinen Essen. Für Schulen befindet sich auf dieser Etage ebenfalls ein Campus, um über Mobilität zu lernen.

Besonders spektakulär ist ein Museumsbesuch wenn zu Mercedes Classics von ganz Europa Oldtimer den Weg zum Museum finden. Es gibt immer wieder schöne Events. Bei der Wahl eines Termins können Sie gerne die Webseite besuchen oder uns gerne kontaktieren

Wer sich aktuelle Mercedes Modelle ansehen will, kann das Mercedes Center besuchen, welches nur wenige Meter neben dem Museum steht. 

Mercedes Benz Museum
Mercedesstrasse 100
D-70372 Stuttgart

+49 711 17 30 000
classic@daimler.com
www.mercedes.com/museum

Oeffnungszeiten
Dienstag-Sonntag 10:00-18:00h