Automuseum Le Manège Môtiers

Zwanzig seltene Autos werden in der Manège in Môtiers präsentiert.  Die Sammlung gehört der Fondation Burkhardt und zeigt perfekt restaurierte Oldtimer, die allesamt fahrbereit sind. Gerhardt Burkhardt hat die Sammlung in Australien begonnen und weltweit die Oldtimer gesucht. Später bis ins kleinste Detail liebevoll restaurieren lassen. Das älteste Auto vom Val de Travers von 1897 ist das einzige Leihmodell. 

Es sind vor allem seltene Fahrzeuge, ein Silver Ghost oder Phantom von Rolls Royce, die Modelle, die in Môtiers stehen, wurden selten gebaut. Das gleiche gilt für Fahrzeuge von Cord und für den Bugatti, der fast ausschliesslich aus Originalteilen besteht. 

Im Museum werden Motoren gezeigt, die Ausstellung ist angereichert mit Plakaten und Hinweisen zu den Fahrzeugen. Eine Besichtigung ist von Mai bis Dezember nach Vereinbarung möglich. Angesprochen sind Autoenthusiasten.  

Hier ein Video, welches zeigt, wie ein Differentialgetriebe arbeitet

Der Besuch kann mit einem Apéro ergänzt werden.

Automobilmuseum Le Manège
Schloss Ivernois
Grand Rue 7
CH-2112 Môtiers

+41 32 861 35 10
fondation-bf@bluewin.ch
fondation-bf.ch

Porsche Renngeschichte hautnah

In einem futuristischen Bau beim Porsche Werk in Stuttgart Zuffenhausen lockt ein Museum Rennautofans. Denn dort sind viele erfolgreiche Porsche ausgestellt, welche die Rallyes bestimmt haben, vor allem die von Le Mans. 

Das moderne Gebäude ist lichtdurchflutet und vor allem stehen dort Autos. Es gibt ein wenig Motorengeschichte, ein paar Animationen. Doch vor allem werden Porsches gezeigt. Im Gebäude ist eine Werkstatt, die noch heute die Rallyeautos vorbereitet. 

Bei einer Führung werden die Autos geöffnet, ein Blick ins Innere wird erhascht. Es steht dort der Millionste Porsche, ein Polizeiauto und viele Legenden. Die wichtigste Rennauszeichnung ist kein Pokal, sondern eine Fahne, beim Rallyefahrer steht oft die Blutgruppe daneben oder der 901 wurde ganz wenig gebaut, Peugoet gewann den Namensstreit. 

Porsche ist ein genialer Autobauer gewesen. Er hat sich am Nationalsozialismus beteiligt, um Autos zu bauen und das Unternehmen zu erhalten. So war er ein Mitläufer, auch Mitglieder der SS, hatte aber nie richtig sich zur Ideologie bekannt. 

Zwei Stunden dauert es mindestens sich alle Autos mal anzuschauen, die Animationen mit Gaspedal machen Spass. Die Zeit im Museum ist kurzweilig. Ein Unternehmen im Porsche Museum verleiht Porsche zum Fahren. Kunden kommen dafür aus der ganzen Welt. Wer damit auf den Autobahnen dann die 200 Marke knackt ist ein Geheimnis.

Porsche Museum
Porscheplatz
D-70435 Stuttgart Zuffenhausen

+49 711 911 20 911
info.museum@porsche.de
www.porsche.de/museum

Die Erfindung des Autos im Mercedes Benz Museum

Gleich neben der Konzernzentrale in Untertürkheim hat Mercedes ein phänomenales Automuseum geschaffen. Es zeigt die Geschichte des Automobils und die Vielfalt an Fahrzeugen, die Mercedes produziert hat. Ursprünglich hatte Carl Benz das Auto erfunden, mit Gottlieb Daimler ein Unternehmen aufgebaut.

Doch der bekannte Namen rührt von der Tochter eines Händlers in Wien, Emil Jellinek. Er hat aktiv an Rennen teilgenommen und sich als Mercedes angemeldet. Zuerst nannte Daimler Benz eine Wagenreihe so, später das ganze Unternehmen. Das Unternehmen schrieb und schreibt noch immer Automobilgeschichte. 

Ein sehr schöne Diplomarbeit über die Geschichte am Beispiel von Oesterreich hat Jutta Czabaun verfasst, die hier herunter geladen werden kann

Nun zum Museum. Mit einem Fahrstuhl geht es in die oberste Etage. Dort steht ein Nachbau des ersten Autos in der Geschichte, sieht aus wie eine Kutsche. Der Weg geht nach unten, die Zeitgeschichte des Automobilbaus wird lebendig dokumentiert. Grosszügig sind luxuriöse Oldtimer ausgestellt.

Weiter geht die Reise durch die Nutzfahrzeuge mit dem Mannschaftsbus zur WM1974, die Deutschland gewonnen hat.  Auch eine mobile Poststelle ist zu sehen und viele andere Helfer für den Alltag

Als Sonderausstellung wurde die G-Klasse gezeigt. Das sind Expeditionsfahrzeuge die offroad gut unterwegs. Auch das Papamobile basiert auf dieser Modellreihe. Mercedes ist seit vielen Jahrzehnten der Ausstatter von Fahrzeugen für den Vatikan.

Schliesslich finden sich die vielen Rennautos auf einer Rennbahn. Mercedes hat viele Preise gewonnen, legendär sind die Silberpfeile gewesen. 

Ein Ausstellungsbereich widmet sich den Initiativen der Zukunft, neue Antriebstechniken, Emissionsfreiheit, mehr Sicherheit, autonomes Fahren und Designideen. 

Im Untergeschoss befindet sich ein grosszügiger Museumsladen. Das beliebteste Geschenk sind Modellautos. In einem Restaurant gibt es feinen Essen. Für Schulen befindet sich auf dieser Etage ebenfalls ein Campus, um über Mobilität zu lernen.

Besonders spektakulär ist ein Museumsbesuch wenn zu Mercedes Classics von ganz Europa Oldtimer den Weg zum Museum finden. Es gibt immer wieder schöne Events. Bei der Wahl eines Termins können Sie gerne die Webseite besuchen oder uns gerne kontaktieren

Wer sich aktuelle Mercedes Modelle ansehen will, kann das Mercedes Center besuchen, welches nur wenige Meter neben dem Museum steht. 

Mercedes Benz Museum
Mercedesstrasse 100
D-70372 Stuttgart

+49 711 17 30 000
classic@daimler.com
www.mercedes.com/museum

Oeffnungszeiten
Dienstag-Sonntag 10:00-18:00h

Audi Forum in Ingolstadt oder Neckarsulm

Audi hat zu seinen Werken in Ingolstadt und Neckarsulm eine Besucherwelt für die Kunden geschaffen. Es ist für die Kunden gedacht, die ihren Audi persönlich wollen aber auch für Technikfreunde, die sich einen schönen Autotag gestalten wollen.

Beide Zentren haben ein Besucherzentrum, Gastronomie, eine Erlebniswelt und Museen. Führungen werden in Ingolstadt angeboten.

Hier sind die beiden Webseiten zu den Audi Forum Erlebniswelten

Audi Forum Ingolstadt
Audi Forum Neckarsulm

Die grosse Autoerlebniswelt Autostadt Wolfsburg

Warum die Autostadt Wolfsburg?

Autos bewegen Menschen und ein neues Auto ist die Erfüllung eines Traums. Dafür haben die Autowerke Abholmöglichkeiten ab Werk geschaffen. Die Autostadt Wolfsburg hat rundherum einen Erlebnispark geschaffen, auch für Besucher, die kein Auto abholen.

Gläserne Autotürme

Wer ein Auto jedoch abholt, bekommt das Neufahrzeug direkt aus den gläsernen Autotürmen. Diese sind 48 Meter hoch und das Wahrzeichen der Autostadt. In einer gläsernen Kabinen bestaunen auf der Turmfahrt die Besucher das schnellste automatische Parksystem und das Innenleben des vollautomatisierten Hochregallagers. Die erste Fahrt mit dem Auto ist die Ausfahrt aus dem Autoturm. Dabei können die Fahrassistenzsysteme getestet werden.

Automobilmuseum Zeithaus

Die Sammlung des Automobilmuseums in der Autostadt beinhaltet 250 Fahrzeuge von 60 verschiedenen Marken. Klassiker ist der VW Käfer, eines der beliebtesten Autos für breite Bevölkerungsschichten in Deutschland. Oder das Modell T von Ford, der damit die Massenherstellung im Automobilbau einleitete und gleichzeitig die Vision eines Autos für alle hatte. Weiterhin befindet sich in der Ausstellung der Benz Motorwagen Nr. 1 oder der Bugatti Atlantic, einer der teuersten Sportwägen.

Sämtliche Fahrzeuge, die die Entwicklung des Autos geprägt haben, sind hier vertreten und die Exponate werden immer wieder gewechselt. Dazu viel Wissen zur Geschichte.

VW-Welt mit Autowerk, Markenpavillons und Geländeparcours

Die Autostadt stärkt die Kundenbeziehung und soll die Fertigung transparent machen, über die Angebotspalette informieren und Testfahrten ermöglichen

  • im Autowerk wird die Produktion sichtbar gemacht mit Modellen 1:1, Presswerk und die weiteren Produktionsschritte
  • die acht Markenpavillons zeigen auf verschiedene Weise die Angebotspalette des Konzerns.
  • auf den Geländeparcours probieren die Gäste ihr fahrerisches Geschick und testen Geländefahrzeuge von Volkswagen. Besonders lehrreich ist der Sicherheitsparcours um das Verhalten bei Rutschgefahr zu üben.

Fazit, die Autostadt muss ich einmal besuchen. Jeder Autofreund wird davon begeistert sein. Eine eindrucksvolle Architektur und gutes Essen sowie viel Spass für die Kleinen garantieren einen abwechslungsreichen Tag.

Autostadt Wolfsburg
Stadtbrücke
D-38440 Wolfsburg

0800 288 678 238
service@autostadt.de
www.autostadt.de

Oeffnungszeiten
täglich 9:00-18:00 Uhr (geschlossen 24.12. und 31.12.)

Im MAN Museum LKW Geschichte spüren

Bei unseren Recherchen sind wir auf das MAN Museum in Augsburg gestossen. Wegen des ersten Dieselmotors ist es bedeutend für die Automobilindustrie. Wir hoffen irgendwann dieses Museum besuchen zu können.

MAN ist einer der bedeutendsten LKW und Bushersteller in Deutschland. Die Geschichte geht bis ins Jahr 1758 zurück, wo in der Eisenhütte St. Antony Bratpfannen und Kanonenkugeln gefertigt worden sind.

Weltgeltung erhielt MAN vor allem durch seine Aktivitäten in Augsburg mit Druckerpressen und Dampfmaschinen ab dem Jahr 1840. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit Rudolf Diesel der Dieselmotor entwickelt und später Lastkraftwagen produziert.

Heute gehört das Unternehmen, zudem sich die Gute Hoffnung Hütte und die Roland Druckmaschinen gesellten zum Volkswagenkonzern.

1953 bereits wurde das MAN Museum gegründet. Es zeigt die MAN Geschichte mit den vielen Veränderungen. Bedeutendstes Ausstellungsstück ist erste Dieselmotor.

Die wichtigen Persönlichkeiten für die Augsburger Geschichte

Carl August Reichenbach , Carl Buz, die beiden Firmengründer
Heinrich von Buz, in den Adelstand erhoben als Verdienst für die unternehmerische Leistung
Rudolf Diesel, der Erfinder des Dieselmotors

Rundgang
Das Museum befindet sich im Erdgeschoss und Obergeschoss in vier Bereiche aufgeteilt. Es wird alles detailliert erklärt, die entsprechende Broschüre liegt hier zum Download bereit
hier können Sie die Broschüre herunterladen

Exponate (eine Auswahl)

  • handgetriebene Schnellpresse von 1846
  • erster Dieselmotor von 1893
  • Illustrationsschnellpresse mit 1300 Bögen pro Stunde von 1912
  • Dieselmotor mit Kraftstoffdirekteinspritzung von 1923
  • Feuerlöschfahrzeug von 1928
  • doppelter 11 Zylinder Dieselmotor mit 1300 PS von 1935
  • Ackerschlepper von 1953

MAN-Museum
Heinrich-von-Buz-Straße 28
D-86153 Augsburg

+49 821 322-33 66
www.museum.man-es.com

Öffnungszeiten:
nach telefonischer Anmeldung
Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Tipp
Wenn Sie Kopenhagen sind, können Sie auch das Diesel House von MAN dort besuchen

August Horch Museum Zwickau

Zwickau liegt im Egronet Bereich meiner Heimatstadt Selb und ich hörte vom August Horch Museum. Das Museum zeigt die Geschichte des Zwickauer Automobilbaus. Sie gründet auf den Autoingenieur August Horch, der bei Benz & Co seine Ideen nicht umsetzen konnte.

Seine erste Konstruktion besass einen neuartigen stossfreien Motor mit Aluminiumgehäuse, die aber zu teuer gewesen ist. 1904 hat er mit kapitalkräftigen Geldgebern einen grossen Betrieb in Zwickau aufgebaut, den er aber wegen Differenzen mit der kaufmännischen Leitung 1909 verlassen musste.

Daraufhin etablierte mit Audi 1910 ein neues Unternehmen, welches noch heute mit Vorsprung durch Technik wirbt. Auch dort hat er viele zukunftsweisende Innovationen im Motor und der Bremstechnik entwickelt, die zu teuer gewesen sind. 1925 wurde Audi von Rasmussens DKW übernommen.

Die Weltwirtschaftskrise drohte die sächsische Automobilindustrie auszulöschen. Die sächsische Staatsbank gründete die Autounion. Sie war damit zweitgrösster Automobilkonzern in Deutschland mit Sitz in Chemnitz und umfasste folgende Marken:

  • Audi
  • DKW
  • Horch
  • Wanderer

Symbol für den Zusammenschluss wurden die vier Ringe, welche heute noch Audis zieren. Bis zum zweiten Weltkrieg erlebte die Autounion eine Glanzzeit und spannende Autorennen wurden zu einen Volksspektakel. Der Silberpfeil gewann in Konkurrenz zu Mercedes Benz und Alfa Romeo viele Rennen und am Ende lag der Geschwindigkeitsrekord bei über 430 kmh.

Nach den Krieg wurden in Zwickau zunächst Nutzfahrzeuge hergestellt. Für die Bevölkerung wurde 1957 der Trabant gebaut, dessen Karosserie aus Duroplast besteht. Dies ist eine Kombination von Kunstharz und Baumwolle und war dem Mangel an Blech geschuldet.

Seit 1990 gehören die Werke zum Volkswagen Konzern, die in moderne Fahrzeugwerke investierten. Heute werden in Sachsen 220’000 Fahrzeuge, 700’000 Motoren und 980’000 Getriebe gefertigt.

Das Museum spiegelt wunderbar die Geschichte. Die vielen Oldtimer sind wunderbar präsentiert. Für die Gäste werden Führungen angeboten, wo «Herr Horch» die Geschichte erzählt. Es gehört zur europäischen Geschichte der Industriekultur.

In Erinnerung wird mir immer die Geschichte der Silberpfeile bleiben. Dort wird Schöpfertum und Ingenieurkunst lebendig. Das Museum wirbt mit folgende Besucher Höhepunkte, zudem ist es barrierfrei. Ich habe mich im Museum sehr wohlgefühlt. Die Präsentationen sind grossartig, die Mitarbeiter sehr hilfsbereit und freundlich, die Torten im Cafe ausgezeichnet.

  • 70 Oldtimer Exponate
  • Silberpfeilrennen als Audiovision
  • Trabi tunen
  • Friedensfahrt erleben
  • Simulationsfahrt
  • Riesenkugelbahn von VW
  • Feines Museumsrestaurant

August Horch Museum
Audistr. 7
D-08057 Zwickau

+49 375 2717 380
info@horch-museum.de
horch-museum.de

Öffnungszeiten:
Dienstag-Sonntag 9:30-17:00h

Zwickau ist ebenso Geburtsort des bekannten Komponisten Robert Schumann und die Tourismusinfo bietet schöne Führungen, auch in Kombination mit dem August Horch Museum. Zu folgenden Führungen hatten wir einen kurzen Einblick, diese können gebucht werden:

  • Träumerei mit Schumann
  • Automobilgeschichte erfahren
  • Zeitreise mit den Priesterhäusern
  • Geniesser Stadtführungen

Weitere Infos

Zwickau Tourismus
Hauptstr. 6
D-08056 Zwickau

+49 375 2713 247
tourist@kultur-z.de
www.zwickautourist.de